Uni-Mensa-Kostencheck 2026: Über 2.400 Gerichte an den 49 größten Universitäten im Vergleich
Zwischen Bielefeld und Jena liegen mehr als sieben Euro pro Gericht – unsere Analyse zeigt die größten Preisunterschiede an Deutschlands Hochschulmensen.
Research-Based Guide
Zwischen der günstigsten und der teuersten Hochschulmensa Deutschlands liegen mehr als sieben Euro pro Gericht. Während Studierende an der Universität Bielefeld durchschnittlich nur 1,90 Euro für eine Mahlzeit bezahlen, werden an der Universität Jena im Schnitt 8,93 Euro fällig. Wer regelmäßig in der Mensa isst, kann dadurch im Laufe eines Semesters mehrere hundert Euro mehr oder weniger für die Verpflegung ausgeben. Dies hat unsere aktuelle Untersuchung ergeben, bei der im Zeitraum vom 28.04. bis 18.05.2026 2.419 Mensa-Gerichte an den 49 größten Universitäten untersucht und ins Verhältnis gesetzt wurden. Einzeln erhältliche Beilagen wurden exkludiert und zusätzlich die vegane und vegetarische Auswahl untersucht.
An diesen Universitäten können Studierende am günstigsten Speisen
Am günstigsten essen Studierende in der Mensa X der Uni Bielefeld, wo ein Gericht durchschnittlich 1,90 Euro kostet. Dahinter folgen die Mensa der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf und Essensausgabe Süd der Universität Düsseldorf, mit jeweils 2,25 Euro. Den dritten Platz im Ranking belegt die Mensa des Instituts für Pharmazie der Freien Universität Berlin mit durchschnittlichen Preisen von 2,29 Euro pro Gericht, gefolgt von der Mensa TU Marchstraße in Berlin (2,41 Euro). Die Top fünf wird komplettiert von der Mensa Charité Zahnklinik in Berlin. Hier kostet ein Gericht durchschnittlich 2,56 Euro.Deutlich tiefer müssen Studierende hingegen an anderen Hochschulen in die Tasche greifen. Spitzenreiter ist die Mensa „Cafeteria zur Rosen“ der Universität Jena, an der ein Mensagericht durchschnittlich 8,93 Euro kostet. Es folgen die Mensa ME 04 der Universität Wuppertal mit 8,77 Euro, der Sommergarten der Universität Frankfurt am Main (7,36 Euro) und Schlüters Pizza & More an der Universität Hamburg, mit durchschnittlichen 7,04 Euro. Den fünften Platz im Negativ-Ranking nimmt das Café dell'Arte der Universität Hamburg ein (5,83 Euro).
Heidelberg und Potsdam führen das Preisranking an
Besonders günstig essen Studierende in Heidelberg, wo ein Gericht durchschnittlich 2,90 Euro kostet. Knapp dahinter folgen Potsdam mit 2,91 Euro und Düsseldorf mit 2,97 Euro. Auf Platz vier und fünf im Ranking landen Berlin und Aachen, mit jeweiligen Durchschnittspreisen von 3,04 Euro und 3,10 Euro.
Am teuersten im Vergleich ist das Mensaessen dagegen in Hamburg. Hier zahlen Studierende durchschnittlich 4,71 Euro pro Gericht. Mit 4,57 Euro liegt auch Frankfurt am Main über dem Durchschnitt von 3,66 Euro und landet damit auf Platz zwei des Negativ-Rankings. Würzburg und Freiburg im Breisgau folgen mit 4,23 Euro und 4,21 Euro. In Stuttgart kosten Mensagerichte durchschnittlich 4,12 Euro. Zwischen Heidelberg und Hamburg liegt damit ein Preisunterschied von 1,81 Euro pro Gericht – hochgerechnet auf mehrere Mensabesuche pro Woche summiert sich dieser Unterschied im Laufe eines Semesters deutlich.
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Vegane Gerichte sind im Durchschnitt am günstigsten
Durchschnittlich sind vegane Gerichte mit 3,27 Euro am günstigsten im Vergleich. Vegetarische Gerichte folgen mit 3,38 Euro, während Mensagerichte, die Fleisch enthalten, auf Platz drei landen (4,24 Euro). Fischgerichte sind mit 4,26 Euro sogar noch knapp teurer. Das teuerste Gericht wurde jedoch unter den Fleischgerichten an der Universität Wuppertal gefunden: Hier kostet ein Bœuf Bourguignon von der Rinderhüfte mit Kartoffelgratin 12,00 Euro. Das günstigste Fleischgericht und auch das günstigste Gericht der gesamten Untersuchung hingegen kostet nur 1,30 Euro: In der Cafeteria Bockenheim der Universität Frankfurt am Main können Studierende zu diesem Preis eine Geflügelbrühe mit Kichererbsen kaufen. Mit rund 34,8 Prozent bildeten vegetarische Gerichte die größte Gruppe: 843 der insgesamt 2.419 untersuchten Mensa-Gerichte waren fleischlos. Es folgten 744 fleischhaltige Gerichte, 705 vegane sowie 127 Gerichte mit Fisch. Der vegetarische Anteil überwog damit.
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Dr. Sarah Bechstein
„Eine ausgewogene Ernährung sollte für Studierende keine Frage des Geldbeutels sein. Unsere Analyse zeigt jedoch, dass der Hochschulstandort einen erheblichen Einfluss darauf haben kann, wie viel Studierende für eine warme Mahlzeit bezahlen. Wer mehrmals pro Woche in der Mensa isst, spürt diese Preisunterschiede über ein Semester hinweg deutlich. Gleichzeitig macht die Untersuchung aber auch deutlich, dass pflanzliche Gerichte im Durchschnitt die günstigste Wahl sind. Das zeigt, dass gesundheits- und klimabewusstes Essen nicht zwangsläufig teurer sein muss – entscheidend ist jedoch, dass Hochschulen bezahlbare und ausgewogene Angebote für alle Studierenden bereitstellen“,
Über die Untersuchung
Für die Untersuchung wurden 2.419 Mensagerichte der 49 größten Universitäten Deutschlands in 38 Städten im Zeitraum vom 28.04. bis 18.05.2026 über die Plattform www.imensa.de untersucht und ins Verhältnis gesetzt. Dafür wurde unterschieden zwischen Fisch- und Fleischgerichten und veganen und vegetarischen Gerichten. Um die Untersuchung vergleichbar zu machen, wurden Durchschnittswerte der Universitäten und der jeweiligen Städte ermittelt. Hierfür wurden nur vollwertige Hauptgerichte analysiert.
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