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Ozempic Nebenwirkungen: Ist das Medikament sicher?

Wie alle Medikamente kann auch Ozempic Nebenwirkungen verursachen. Für die meisten Menschen sind diese jedoch mild und gut behandelbar. Hier erfährst Du alles, was Du darüber wissen solltest.

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Medically reviewed by

Dr. Sarah Bechstein

clockAktualisiert am 6. August 2026

Forschungsbasierter Ratgeber

Zurzeit gewinnt Ozempic immer mehr Aufmerksamkeit. Dadurch rücken auch mögliche Nebenwirkungen des Medikaments in den Fokus. Vielleicht hast Du in den Medien schon von Begriffen wie dem „Ozempic-Gesicht“ oder „Ozempic-Mund“ gehört. Dabei handelt es sich um keine offiziell anerkannten Nebenwirkungen - es gibt also keinen Grund zur Sorge.

Wichtige Erkenntnisse zu Nebenwirkungen

  • Nebenwirkungen treten zwar häufig auf, sind aber meist mild (z.B. Verdauungsbeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall)

  • Die meisten Symptome lassen sich durch Anpassen des Lebensstils gut wieder in den Griff bekommen

  • Ernste Nebenwirkungen sind selten, können aber auftreten: Bei bis zu 1% Bauchspeicheldrüsenentzündung und bei bis zu 0,1% allergische Reaktionen

  • Klinische Studien zeigen jedoch, dass Semaglutid als Wirkstoff sicher für die langfristige Anwendung ist, mit entsprechender ärztlicher Begleitung

  • Fürs Abnehmen ist Wegovy das zugelassene Medikament (Ozempic offiziell nur für Diabetes Typ 2).

Du fragst Dich vielleicht, ob Ozempic als Medikament für Dich sicher ist? Die Antwort lautet: Ja, für die meisten Menschen (wenn die Voraussetzungen erfüllt sind). Hier erfährst Du alles, was Du dazu wissen musst.

Ozempic und Wegovy enthalten den gleichen Wirkstoff (Semaglutid); es sind lediglich andere Marken-Namen. Ozempic ist dabei für die Behandlung von Diabetes Typ 2 zugelassen (wird off-label auch zur Gewichtsabnahme eingesetzt). Wegovy hingegen ist die offizielle Variante, die fürs Abnehmen zugelassen ist.

Die häufigsten Nebenwirkungen von Ozempic

Mehr als 1 von 10 Personen kann während der Anwendung von Ozempic Nebenwirkungen bekommen. In den meisten Fällen sind diese jedoch mild und klingen von selbst wieder ab.

Zu den häufigen Nebenwirkungen zählen:

  • Übelkeit

  • Durchfall

  • Erbrechen

  • Verstopfungen

  • Blähungen

  • Müdigkeit

Jedes Medikament kann Nebenwirkungen auslösen. Deine behandelnde Fachperson wägt jedoch vor jeder Verschreibung die möglichen Nebenwirkungen mit dem erwarteten Nutzen ab. Wenn sie es nach eingehender Prüfung nicht für sicher hält, wird das Medikament Dir gar nicht erst verschrieben.

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Welche ernsthaften Nebenwirkungen kann Ozempic haben?

In seltenen Einzelfällen kann Ozempic auch ernstere Nebenwirkungen verursachen.

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Bei bis zu 1% aller Ozempic-Anwender:innen kann sich die Bauchspeicheldrüse entzünden. Solltest Du starke, anhaltende Schmerzen im Bauch oder Rücken haben, suche Dir so schnell wie möglich ärztlichen Rat.

Allergische Reaktion

Bei bis zu 0,1% der Ozempic-Anwender:innen kam es zu einer allergischen Reaktion. Dabei können Gesicht, Lippe, Zunge oder Rachen anschwellen und für Atembeschwerden sorgen. In diesem Fall solltest Du Dir sofort medizinische Hilfe suchen.

Gehen die Nebenwirkungen von Ozempic wieder weg?

Ja, in den meisten Fällen. Die Beschwerden sind oft leicht bis moderat und lassen sich meist durch kleine Anpassungen im Alltag wieder in den Griff bekommen.

Jeder Mensch reagiert anders auf Medikamente und ihre Nebenwirkungen. In einer klinischen Studien zum Wirkstoff Semaglutid sind Nebenwirkungen wie Übelkeit, Durchfall oder Erbrechen im Durchschnitt innerhalb weniger Tage wieder abgeklungen.

Sollten Deine Symptome jedoch länger anhalten oder Du den Eindruck haben, dass eine der oben genannten ernsthaften Nebenwirkungen bei Dir auftritt, hole Dir sofort ärztlichen Rat.

Nebenwirkungen von Ozempic lindern

Die gute Nachricht: Die Nebenwirkungen von Ozempic sind in der Regel behandelbar.

Hast Du beispielsweise mit Durchfall oder Erbrechen zu kämpfen, achte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr und genug Ruhe für deinen Kreislauf. Schnappe viel frische Luft oder trinke eine Tasse Ingwer- oder Pfefferminztee, um bei Übelkeit zu helfen.

Es ist zudem sinnvoll, Lebensmittel und Getränke zu vermeiden, die Deinen Magen zusätzlich belasten oder reizen; zum Beispiel fettige oder scharfe Speisen und Koffein- oder kohlensäurehaltige Getränke.

Sollten Deine Beschwerden jedoch nicht verschwinden oder sich verschlimmern, sodass sie Dich stark beeinträchtigen, wende Dich bitte direkt an Deine behandelnde Person.

Wer sollte Ozempic nicht anwenden?

Nicht empfohlen wird die Anwendung von Ozempic während einer Schwangerschaft, wenn Du stillst und wenn bei Dir oder Deiner Familie multiples endokrines Neoplasiesyndrom Typ 2 (MEN2) bekannt ist oder Schilddrüsenkrebs.

Deine behandelnde Person prüft Deine Krankengeschichte eingehend und entscheidet darauf basierend, ob Ozempic für Dich als Medikament überhaupt geeignet ist.

Kannst Du Ozempic bei hohem Blutdruck anwenden?

Ja, Bluthochdruck (Hypertonie) schließt die Anwendung von Ozempic (und Wegovy) nicht aus.

Studien zeigen sogar, dass Semaglutid weitere gesundheitliche Vorteile für Dich haben kann und möglicherweise dabei hilft, den Blutdruck zu senken.

Das ist besonders relevant für Menschen mit Diabetes Typ 2. Hier tritt Bluthochdruck etwa doppelt so häufig auf wie bei Menschen ohne diese Erkrankung - beides steht in Zusammenhang mit Übergewicht. In Studien mit Menschen mit Diabetes Typ 2 unterstützte Semaglutid bei der Gewichtsreduktion und verbesserte gleichzeitig den Blutdruck.

Ist Ozempic sicher?

Ja, Ozempic gilt allgemein als gut verträglich und hat Nebenwirkungen, die sich in der Regel gut kontrollieren lassen.

Eine Auswertung von sechs klinischen Studien mit insgesamt 3.962 Teilnehmenden kam zu dem Ergebnis, dass Nebenwirkungen bei Ozempic zwar häufig vorkommen, jedoch meist leicht bis moderat sind und in der Regel nach wenigen Tagen wieder abklingen.

Auch Erfahrungen aus der Anwendung im Alltag bestätigen diese Ergebnisse: Die Nebenwirkungen von Ozempic (und Wegovy) sind überwiegend mild.

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