Ist Ozempic in Deutschland erhältlich? Verfügbarkeit, Kosten und Alternativen
Viele Fragen ranken sich derzeit um Abnehm- und Diabetes-Medikamente wie Ozempic. Die gute Nachricht: Es ist in Deutschland erhältlich
Forschungsbasierter Ratgeber
Viele Fragen ranken sich derzeit um Abnehm- und Diabetes-Medikamente wie Ozempic. Die gute Nachricht: Es ist in Deutschland erhältlich. Seit 2018 ist das Antidiabetikum mit dem Wirkstoff Semaglutid von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zugelassen und in deutschen Apotheken vertrieben. Anders als bei den sogenannten „Abnehmspritzen“, wird Ozempic zur Behandlung von Typ-2-Diabetes eingesetzt. Es ist verschreibungspflichtig. Daher ist Ozempic ausschließlich mit einem ärztlichen Rezept in Deutschland erhältlich. Darüber hinaus gab es in den vergangenen Jahren wiederholt Lieferengpässe, die die Verfügbarkeit zeitweise eingeschränkt haben. Im folgenden Beitrag erfährst Du wie Du Ozempic bekommen kannst, wie es um die aktuelle Verfügbarkeit in Deutschland bestellt ist und welche Alternativen zur Verfügung stehen.
Zulassung und rechtlicher Status in Deutschland
Ozempic wurde 2018 offiziell in Deutschland zugelassen und ist als Arzneimittel zur Behandlung von Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen indiziert. Das Medikament wird in der Regel als Ergänzung zu Diät und Bewegung verschrieben und kann sowohl als Monotherapie als auch in Kombination mit anderen Diabetes-Medikamenten eingesetzt werden. Als verschreibungspflichtiges Medikament benötigst Du daher zwingend ein ärztliches Rezept, eine Selbstmedikation ist also nicht möglich. Die Verschreibung erfolgt ausschließlich bei einer medizinischen Indikation.
Verfügbare Dosierungen
In Deutschland sind folgende Ozempic-Präparate erhältlich:
Ozempic 0,25 mg / 0,5 mg (Anfangsdosis)
Ozempic 1 mg
Ozempic 2 mg
Ozempic wird in der Regel einmal wöchentlich subkutan per FlexTouch-Pen zumeist in Bauch, Oberschenkel oder Oberarm injiziert. Ein Pen enthält mehrere Dosen für die Injektion. Der Hersteller Novo Nordisk, ein dänisches Pharmaunternehmen, produziert das Medikament und ist auf dem deutschen Markt hauptsächlich für die Versorgung verantwortlich.
Die häufigsten Nebenwirkungen von Ozempic
Seit 2022 hat Deutschland wiederholt Lieferengpässe bei Ozempic erlebt, die sowohl Patient:innen als auch Ärzt:innen vor Herausforderungen gestellt haben. Laut einer Analyse des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) ist die erhöhte Nachfrage durch Diabetes-Patient:innen sowie der zunehmende Off-Label-Use zur Gewichtsreduktion - also der Anwendung des Antidiabetikums außerhalb seiner offiziellen Zulassung - hauptverantwortlich für den Ozempic-Lieferengpass. Besonders der Social-Media-Hype um Ozempic als Mittel zur Gewichtsabnahme hat die Nachfrage drastisch erhöht. Hersteller Novo Nordisk konnte die Produktionskapazitäten nicht schnell genug ausbauen, um die weltweite Versorgung sicherzustellen.
Verbesserung der Verfügbarkeit
Stand Ende 2025 hat sich die Verfügbarkeitssituation in Deutschland verbessert. Die meisten Dosierungen sind wieder in den Apotheken erhältlich, allerdings kann es immer wieder zu temporären Engpässen kommen. Apotheken empfehlen daher, Rezepte frühzeitig zu bestellen und einzulösen und die Verfügbarkeit vorab telefonisch zu erfragen. Das BfArM und medizinische Fachgesellschaften betonen zudem die Wichtigkeit, Diabetes-Patienten stets zu priorisieren. Patienten, die bereits mit Ozempic behandelt werden, sowie neu diagnostizierte Diabetes-Patienten sollten bevorzugt versorgt werden. Die Verschreibung zur reinen Gewichtsreduktion sollte aus diesem Grund zurückhaltend erfolgen, um die Versorgungslage nicht noch weiter zu verschärfen.
So prüfst Du die Verfügbarkeit von Ozempic
Um die aktuelle Verfügbarkeit zu prüfen, kontaktiere am besten mehrere Apotheken in Deiner Umgebung oder frage nach voraussichtlichen Lieferzeiten. Online-Apotheken können unter Umständen manchmal eine bessere Verfügbarkeit haben. Deine behandelnden Ärzt:innen können darüber hinaus bei Novo Nordisk auch direkt die aktuelle Liefersituation erfragen.
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Wie bekomme ich Ozempic in Deutschland?
Der Weg zu Ozempic beginnt mit einem Arztbesuch. Du benötigst ein Rezept von Deiner Hausarztpraxis, Diabetolog:innen oder Endokrinolog:innen. Die Voraussetzungen für die Verschreibung sind eine diagnostizierte Typ-2-Diabetes-Erkrankung und eine unzureichende Blutzuckerkontrolle durch Diät und Bewegung allein. Auch dürfen keinen Kontraindikationen vorliegen. Laut einer Stellungnahme der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) zu Therapie und Nutzen des Typ-2-Diabetes gehört Semaglutid zu den empfohlenen GLP-1-Rezeptoragonisten, die bei vielen Patienten signifikante Verbesserungen der Blutzuckerkontrolle bewirken können.
Off-Label-Verschreibung zur Gewichtsreduktion
Manche Ärzt:innen verschreiben Ozempic auch zur Gewichtsreduktion im Rahmen eines Off-Label-Uses. Dies ist rechtlich und je nach ärztlicher Einschätzung möglich, erfolgt jedoch außerhalb der zugelassenen Indikation. Wichtig zu wissen: Bei Off-Label-Verschreibung übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht und Du musst mit etwa 200 bis 300 Euro pro Monat rechnen. Zudem verschärft dieser Gebrauch die Lieferengpässe für Diabetes-Patienten, weshalb eine verantwortungsvolle Abwägung wichtig ist.
Wo Du Dein Rezept einlösen kannst
Mit dem Rezept kannst Du Ozempic in lokalen Apotheken oder Online-Apotheken wie DocMorris, Shop Apotheke oder Zur Rose beziehen. Bei anhaltenden Lieferengpässen können auch EU-Apotheken eine Option sein.
Tipp: Recherchiere dazu vorab oder rufe am besten vorher an, um die Verfügbarkeit zu erfragen und unnötige Wege zu vermeiden.
Kosten für Ozempic in Deutschland: Wann werden die Kosten übernommen?
Die Apothekenpreise für Ozempic bewegen sich je nach Dosierung zwischen 180 und 280 Euro. Stand 2025 kostet Ozempic 0,25 mg/0,5 mg etwa 180 bis 200 Euro, Ozempic 1 mg liegt bei circa 200 bis 230 Euro und Ozempic 2 mg bei etwa 250 bis 280 Euro. Die Preise können hierbei zwischen einzelnen Apotheken leicht variieren.
Wenn Du Ozempic aufgrund einer Diabetes-Diagnose verschrieben bekommst, übernimmt die gesetzliche Krankenkasse (GKV) in der Regel die Kosten. Als gesetzlich Versicherter zahlst Du lediglich die übliche Rezeptgebühr von 5 bis 10 Euro. Bei privaten Krankenversicherungen (PKV) hängt die Erstattung vom individuellen Tarif ab und kann zwischen 0 und 100 Prozent liegen. Bei Off-Label-Verschreibung zur Gewichtsreduktion erfolgt üblicherweise keine Erstattung durch die gesetzliche Krankenkasse. Auch private Krankenversicherungen lehnen in den meisten Fällen die Kostenübernahme ab, da Gewichtsreduktion oft als Lifestyle-Maßnahme eingestuft wird.
Alternativen zu Ozempic bei Nichtverfügbarkeit
Falls Ozempic nicht verfügbar sein sollte, gibt es verschiedene Alternativen. Für Diabetes-Patient:innen kommen andere GLP-1-Rezeptor-Agonisten in Betracht: Trulicity (Wirkstoff Dulaglutid) wird ebenfalls einmal wöchentlich injiziert und hat eine ähnliche Wirkung wie Ozempic. Victoza (Wirkstoff Liraglutid) muss einmal täglich verabreicht werden und ist ebenfalls zur Diabetes-Behandlung zugelassen. Mounjaro mit dem Wirkstoff Tirzepatid wird einmal wöchentlich injiziert und ist zusätzlich ein GIP-Agonist, was einen dualen Wirkmechanismus ermöglicht.
Weitere Diabetes-Medikamente wie Metformin, SGLT-2-Hemmer, darunter beispielsweise Jardiance oder Forxiga, DPP-4-Hemmer oder bei fortgeschrittener Erkrankung auch Insulin können alternative Behandlungsoptionen darstellen. Deine Ärzt:innen werden gemeinsam mit Dir die beste Option für Deine individuelle Situation finden.
Welches Medikament eignet sich für das Gewichtmanagement?
Wenn Dein primäres Ziel das Gewichtsmanagement ist, stellt Wegovy (Semaglutid 2,4 mg) die evidenzbasierte, speziell für Gewichtsverlust zugelassene Alternative dar. Wegovy enthält denselben Wirkstoff wie Ozempic, jedoch in einer höheren Dosierung. Laut einer Studie im New England Journal of Medicine kann Wegovy bei adipösen Patient:innen zu einer durchschnittlichen Gewichtsreduktion von etwa 15 Prozent führen. Auch das zuvor bereits erwähnte Mounjaro ist seit Ende 2023 für Gewichtsmanagement in Deutschland zugelassen. Saxenda (Liraglutid) ist eine weitere Option, die allerdings in der Regel täglich injiziert werden muss.
Wichtig ist: Alle diese Medikamente sind verschreibungspflichtig und teilweise ebenfalls von Lieferengpässen betroffen.
Alles Wichtige für Dich auf einen Blick
Ozempic ist in Deutschland erhältlich und für die Behandlung von Typ-2-Diabetes offiziell zugelassen. Du benötigst allerdings ein ärztliches Rezept, da das Medikament verschreibungspflichtig ist. Die Verfügbarkeit von Ozempic hat sich nach den Lieferengpässen der vergangenen Jahre deutlich verbessert, dennoch kann es vereinzelt auch weiterhin zeitweise zu Engpässen kommen. Wenn Du Ozempic aufgrund einer Diabetes-Diagnose verschrieben bekommst, übernimmt Deine gesetzliche Krankenkasse in der Regel die Kosten - Du zahlst lediglich die übliche Rezeptgebühr. Anders sieht es beim Off-Label-Use zur Gewichtsreduktion aus: Hier musst Du die Kosten von etwa 200 bis 280 Euro pro Monat selbst tragen. Sollte Ozempic nicht verfügbar sein oder liegt Dein Fokus primär auf dem Gewichtsmanagement, bietet sich Wegovy als zugelassene Alternative mit demselben Wirkstoff Semaglutid an, allerdings in höherer Dosierung speziell zur Gewichtsreduktion.
Kannst Du Ozempic bei hohem Blutdruck anwenden?
Ja, Bluthochdruck (Hypertonie) schließt die Anwendung von Ozempic (und Wegovy) nicht aus.
Studien zeigen sogar, dass Semaglutid weitere gesundheitliche Vorteile für Dich haben kann und möglicherweise dabei hilft, den Blutdruck zu senken.
Das ist besonders relevant für Menschen mit Diabetes Typ 2. Hier tritt Bluthochdruck etwa doppelt so häufig auf wie bei Menschen ohne diese Erkrankung - beides steht in Zusammenhang mit Übergewicht. In Studien mit Menschen mit Diabetes Typ 2 unterstützte Semaglutid bei der Gewichtsreduktion und verbesserte gleichzeitig den Blutdruck.
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